anarchistische/marxistische Strategie als Gegensatz?

Unter den „20 Kontroversen“ die bei arschoch.blogsport.de diskutiert werden, befindet sich auch die Frage: „Anarchistische und/oder marxistische Strategie“

Das sich ernsthaft gefragt wird, ob mit Anarchisten ein „revolutionären Bruchs mit dem bisherigen Staatsapparat“ zu machen ist, zeigt wie wenig sich scheinbar untereinander ausgetauscht wird.

Auch das hier vorgestellte „Bochumer Programm“ eines sich als explizit marxistisch verstehenden Forums enthält 1:1 anarchistische Forderungen nach Dezentralisierung, der Abschaffung von Hierachien, Basisdemokratie statt Repräsentantentum, sowie Selbstverwaltung im Betrieb und in der Versorgung.

Die Frage ist letztendlich eine quantitative und zwar wieviel Souveränität des Einzelnen nach „oben“ abgegeben werden soll.
Das sich der Anarchismus dafür einsetzt

1. diese Auslagerung und Konzentration von Entscheidungsmacht so gering wie Möglich zu halten und

2. sich für imperative (an Wählerschaft gebundene) Mandate der Delegierten einsetzt

halte ich für richtig und wichtig.

Mitzudiskutieren und Gemeinsamkeiten und Gegensätze abzutasten kann sich nur lohnen.