Aufklärungsfeindlichkeit und Rassismus sind Zurechnungsfähig

Zur Unzurechnungsfähigkeit Breiviks :

Wenn „White Supremacists“ sich für die herrlichste, stärkste, höchste „Rasse“ der Welt halten, dann mag das narzisstische Grandiosität sein, von der Verantwortung ihrer Taten entbindet sie das jedoch nicht.

Wenn ein Verschwörungstheoretiker von der „jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung“ redet oder von „Kulturmarxisten“, welche sein Land zerstören wollen, dann mag das paranoid sein, von der Verantwortung für seine Taten entbindet ihn das jedoch nicht.

Wenn eine Populistin von der „Überfremdung Europas“ redet, dann mag das psychotisch sein in dem Sinne, dass sie die matrielle Realität nicht mehr erkennt und ihre eigene psychische Realität als Maß aller Dinge benennt, von der Verantwortung für ihre Taten entbindet sie das jedoch nicht.

Wenn Neonazis zehn Menschen aus nächster Nähe umbringen und sich dabei gut fühlen, wenn sie „nach eigener Auffassung entscheiden, wer leben darf und wer sterben darf“(ebd.), dann mag das krank sein, von der Verantwortung für ihre Taten entbindet sie das jedoch keinesfalls.

Aufklärungsfeindlichkeit und Rassismus tragen oft psychotische Züge; Berechnungs- und Zurechnungsfähig sind sie dennoch.